Für eine Politik der Vernunft

Aufrüstungsspirale stoppen -

Frieden und Gerechtigkeit fördern

Wir rufen die Kandidatinnen und Kandidaten für den Bundestag auf, im Wahlkampf auf populistische Vorschläge zur inneren und äußeren Sicherheit zu verzichten.
Von der nächsten Bundesregierung erwarten wir eine zivile Friedenspolitik und mehr Einsatz für demokratische Beteiligung und soziale Gerechtigkeit.

Eine Politik der Vernunft stärkt zivile Friedensförderung.

Deshalb erwarten wir von der nächsten Bundesregierung, die eigenen Instrumente der Friedensförderung, wie den Zivilen Friedensdienst, aber auch entsprechende Programme und Institutionen der Europäischen Union, der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen vorrangig auszubauen.

Eine Politik der Vernunft verhindert Radikalisierung und Gewalt durch Prävention.

Deshalb erwarten wir von der nächsten Bundesregierung, dass sie in den Zusammenhalt unserer Gesellschaft durch eine Politik des sozialen Ausgleichs investiert, Prävention von Radikalisierung verstärkt sowie Demokratieförderung und Bürgerbeteiligung ausbaut.

Eine Politik der Vernunft schafft für alle Menschen Perspektiven auf ein Leben in Frieden, Freiheit und Sicherheit.

Wir rufen die nächste Bundesregierung auf, die Ziele der UN-Agenda für nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt ihres Handelns zu stellen. Die UN-Agenda für nachhaltige Entwicklung setzt bei den Ursachen von Krisen und Konflikten an durch die Beseitigung der Armut, den Schutz der Natur, soziale Gerechtigkeit, demokratische Teilhabe und Frieden. Sie steht für globale Partnerschaft statt nationale Abschottung.

Eine Politik der Vernunft unterlässt, was den Frieden gefährdet.

Darum rufen wir die nächste Bundesregierung auf, weitere Schritte auf dem Weg zu einem grundsätzlichen Verbot der Ausfuhr von Kriegswaffen und Rüstungsgütern gehen. Die neue Bundesregierung sollte bei den eigenen Militärausgaben anfangen, die gefährliche, globale Aufrüstungsspirale zu stoppen, und sie sollte eine Flüchtlingspolitik umsetzen, die Menschenrechte respektiert und nicht noch mehr Menschen in die Flucht treibt.

 

#politikdervernunft

Ja, ich unterstütze den Aufruf 
für eine Politik der Vernunft.

Erstunterzeichnende

Prof. Dr. Dr. h.c. Margot Käßmann
Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017
Hannes Wader
Liedermacher
Prof. Dr. Ulrike Guérot
Politologin
Bischof Heinz Josef Algermissen
Präsident der deutschen Sektion von pax christi
Pastor Renke Brahms
Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche
Dr. Corinna Hauswedell
Friedensforscherin
Andreas Zumach
Journalist und Publizist
Johano Strasser
Politologe
Prof. Dr. Klaus Dörre
Soziologe
Annelie Buntenbach
DGB-Vorstandsmitglied
Prof. Dr. Christoph Butterwegge
Politologe
Oliver Knabe
Vorsitzender des Vorstands vom Forum Ziviler Friedensdienst e.V.
Dr. h. c. Cornelia Füllkrug-Weitzel
Präsidentin Brot für die Welt
Jan Gildemeister
Geschäftsführer der AGDF e.V.
Prof. Dr. Ulrich Duchrow
Theologe und Sozialethiker
Prof. Dr. Frieder Otto Wolf
Philosoph und Politikwissenschaftler
Dr. Klaus Lederer
Bürgermeister von Berlin und Senator für Kultur und Europa
Dr. Robert Antoch
Psychoanalytiker
Dr. Reinhard J. Voß
Vorsitzender des Vorstands von EIRENE Internationaler Christlicher Friedensdienst
Dr. Michèle Roth
Politologin
Georg Restle
Journalist
Siegfried Menthel
Pfarrer
Dr. Anton Markmiller
Gründungsmitglied des forumZFD
Horst Scheffler
Vorsitzender der AGDF e.V.
Dr. Anthea Bethge
Geschäftsführerin von EIRENE Internationaler Christlicher Friedensdienst
Heinz Wagner
Vorsitzender STIFTUNG Forum Ziviler Friedensdienst
Benedikt Kaleß
Vorstandsmitglied Aachener Friedenspreis e.V.
Prof. Dr. Hanne-Margret Birckenbach
Friedensforscherin
Ralf Woelk
Geschäftsführer DGB-Region NRW Süd-West
Prof. Dr. Konrad Raiser
Theologe, ehem. Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen
Jürgen Grässlin
Buchautor und Träger des Grimme-Preises
Renate Schmidt
Bundesfamilienministerin in a.D.
Dr. Wolfgang Kessler
Publizist
Clemens Ronnefeldt
Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des internationalen Versöhnungsbundes
Irmingard Schewe-Gerigk
Abgeordnete des Deutschen Bundestags a.D.
Prof. Dr. Véronique Zanetti
Philosophin und Theologin
Marcel Gounot
Vorstand Weltfriedensdienst e. V.
Prof. Dr. Angela Mickley
Vorsitzende der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung
Dr. Wolfgang Heinrich
Vorsitzender der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung
Dr. Mark Terkessidis
Freier Autor

Argumente

1

Warum wir eine Politik der Vernunft brauchen!

Internationale Krisen und Konflikte, Terrorismus und Radikalisierung sowie die wachsende Spaltung unserer Gesellschaft beschäftigen viele Bürgerinnen und Bürger. In vielen Ländern werden die Stimmen für mehr nationale Abschottung und Aufrüstung lauter. Auch Deutschland ist vor einer gefährlichen und populistischen „Unser-Land-zuerst-Politik“ nicht gefeit. Im Wahljahr werden Forderungen nach mehr Militär, nach schnellerer Abschiebung Asylsuchender und noch mehr Abschottung an Europas Grenzen lauter.Eine solche kurzsichtige Politik verschärft Krisen, gefährdet den Frieden und vertieft die Spaltung unserer Gesellschaft. Angesichts der großen Herausforderungen brauchen wir stattdessen eine  vernünftige und weitsichtige Politik, die die Ursachen von Krieg, Gewalt und Radikalisierung angeht.

2

Investitionen in zivile Friedensförderung lohnen sich

Investitionen in zivile Friedensförderung lohnen sich Nach Berechnungen des Insituts für Wirtschaft und Frieden spart jeder Euro, der heute in die Verhinderung und Beendigung von Kriegen durch  zivile Friedensförderung investiert wird, langfristig das 16-fache für die Bewältigung der Folgen fortdauernder Kriege ein. Denn Kriege haben nicht nur schreckliche Folgen für die Betroffenen, die  Leben, Heimat und Besitz verlieren, sie verursachen auch enorme Kosten für humanitäre Hilfe und Wiederaufbau.

3

Sicherheit schafft, wer Radikalisierung verhindert und Zusammenhalt stärkt

Viele islamistische Gewalttäter haben Wurzeln in unserer Gesellschaft und haben sich mitten unter uns radikalisiert. Perspektivlosigkeit, fehlende soziale Anerkennung und unzureichende politische Teilhabe sind Ursachen von Radikalisierung. Viel zu wenig Aufmerksamkeit erfährt außerdem die besorgniserregende Zunahme rechtsextremer Gewalttaten und Terroranschläge. Eine Politik der Vernunft suggeriert nicht Sicherheit durch Abschiebung, sondern erkennt an, dass Ursachen von Radikalisierung und Terrorismus auch in unserer Gesellschaft zu finden sind.

4

Glaubwürdige Abrüstungspolitik

Jeder Appell für globale Abrüstung bleibt unglaubwürdig, wenn zugleich die eigenen Militärausgaben, wie gefordert, von aktuell 36 auf mehr als 60 Milliarden in die Höhe getrieben werden. Schon jetzt gibt Deutschland drei mal so viel für das Militär aus wie für Entwicklung und Diplomatie.

5

Abrüstung schafft Spielraum für soziale Gerechtigkeit

Eine Senkung der globalen Militärausgaben ermöglicht die dringend notwendigen Investitionen für die Bekämpfung der Ursachen von Krisen und Konflikten. Weniger als 10 % der weltweiten  Militärausgaben reichen aus, um allen Menschen auf der Welt eine gute Bildung und damit eine Perspektive auf ein selbstbestimmtes Leben zu geben. Weitere 10 % genügen, um extreme Armut und Hunger zu beseitigen. Und weniger als die Hälfte der weltweiten jährlichen Militärausgaben reichen aus, um alle UN-Nachhaltigkeitsziele zu verwirklichen.

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Am 21. September, dem internationalen Friedenstag, wird der Aufruf in einer Anzeige veröffentlicht.

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BIC BFSWDE33XXX

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